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Inclusion

„Wenn jeder einbezogen wird, gewinnen alle.“ Jesse Jackson, Politiker und Bürgerrechtler

Was ist inklusives Design

Was ist inklusives Design?

Inklusives Design bedeutet, digitale Services und Umgebungen so zu gestalten, dass sie für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und nutzbar sind. Es zielt darauf ab, Annahmen und Vorurteile zu vermeiden und niemanden aufgrund von Fähigkeiten, Hintergründen oder Umständen auszuschließen .

Inklusives Design befasst sich z.B. mit Zugänglichkeit, Alter, wirtschaftlicher Situation, geografischer Lage, Sprache und ethnischer Zugehörigkeit, um einladende Erfahrungen für alle zu schaffen. Die Schlüsselprinzipien sind Flexibilität, Einfachheit, Konsistenz, Wahrnehmung, Gleichberechtigung, Prävention und Nutzerzentrierung​​​​​​. Inklusives Design verwendet daher keine Einheitslösungen , sondern versucht, so viele Lösungen wie möglich anzubieten, um die breite Palette der Bedürfnisse der Nutzer zu berücksichtigen.

Warum es wichtig ist

Warum es wichtig ist

Inklusives Design ist wichtig, da es die Vielfalt menschlicher Erfahrungen anerkennt und wertschätzt .

Es ermöglicht die Schaffung digitaler Services und Dienstleistungen, die nicht nur funktional, sondern auch zugänglich für ein breites Spektrum von Nutzern sind. Inklusives Design fördert somit eine gerechtere Gesellschaft, indem es sicherstellt, dass Technologie nicht ausschließt, sondern integriert und bereichert.

Fachkräftemangel als Treiber

Der aktuelle und auch künftig eine tragende Rolle spielende Fachkräftemangel zeigt die Notwendigkeit auf, Arbeitsplätze und Produkte so zu gestalten, dass sie für ein breiteres Spektrum von Menschen zugänglich sind. Durch inklusives Design können wir die Talente und Fähigkeiten von Personen nutzen, die sonst möglicherweise ausgeschlossen würden. Dies erweitert nicht nur unseren Pool an potenziellen Mitarbeitern und Kunden, sondern fördert auch eine vielfältigere und kreativere Arbeitsumgebung.

Gesetzliche Vorschriften

Die Bedeutung von inklusivem Design wird auch durch die sich wandelnde Gesetzeslage unterstrichen. Zunehmend gibt es Gesetze und Vorschriften, die von Unternehmen verlangen, ihre Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zugänglich zu machen. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Reaktion auf die steigende Anerkennung der Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern spiegelt auch ein wachsendes Bewusstsein für die soziale Verantwortung von Unternehmen wider. Durch die frühzeitige Integration von inklusivem Design in unsere Prozesse können wir sicherstellen, dass wir nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern auch eine Vorreiterrolle in der Branche einnehmen.

In Deutschland gibt es neben dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) noch weitere gesetzliche Regelungen, die Aspekte des inklusiven Designs betreffen. Insbesondere das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) spielt eine wichtige Rolle. Das AGG zielt darauf ab, Benachteiligungen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Dies kann auch Aspekte des Designs und der Zugänglichkeit in verschiedenen Bereichen wie Arbeitsplatz, Bildung und Dienstleistungen umfassen.

Schlussfolgerung

Inklusives Design ist kein optionaler Luxus, sondern eine grundlegende Anforderung in der heutigen global vernetzten und vielfältigen Gesellschaft. Es ermöglicht uns, Services zu schaffen, die nicht nur funktional und ästhetisch ansprechend sind, aber auch eine breitere Nutzerbasis ansprechen. Als UX-Designer*innen liegt es in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass unsere Designs die Vielfalt unserer Welt widerspiegeln und jedem Einzelnen die Möglichkeit bieten, sich vollständig einzubringen und zu beteiligen.

Wie man es umsetzt

Die 7 Prinzipien Inklusiven Designs

Die 7 Prinzipien Inklusiven Designs

  1. Flexibilität
  2. Einfachheit
  3. Konsistenz
  4. Wahrnehmung
  5. Gleichheit
  6. Prävention
  7. Anpassungsfähigkeit

Inklusions-Reifegrade

  1. Anfänglich (Initial): In diesem Stadium ist das Bewusstsein für Inklusion begrenzt, und inklusive Praktiken sind nicht systematisch oder konsistent umgesetzt.
  2. Entwickelnd (Developing): Unternehmen beginnen, inklusive Praktiken zu implementieren, aber diese sind oft sporadisch und nicht vollständig in die Unternehmenskultur integriert.
  3. Definiert (Defined): Inklusive Designprinzipien und -praktiken sind klar definiert und werden regelmäßig in Projekten und Prozessen angewendet.
  4. Gemanagt (Managed): Inklusion ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen werden durchgeführt, um die Inklusionsbemühungen zu verbessern.
  5. Optimiert (Optimized): Inklusion ist tief in der Unternehmenskultur verankert. Das Unternehmen ist ein Branchenführer in Bezug auf inklusive Praktiken, mit kontinuierlicher Innovation und Verbesserung.