Fastlane Prozess
Der Fastlane Prozess beschreibt, wie Fachverfahren sehr dringende Anforderungen eigenständig und kurzfristig umsetzen können, wenn eine direkte Umsetzung im Design System aus Prioritäts- oder Kapazitätsgründen nicht möglich ist – und wie diese Lösungen anschließend konsistent in das zentrale Design System integriert werden.
Vorteile auf einen Blick:
- Flexibel: Fachbereiche können dringende Anforderungen eigenverantwortlich umsetzen, ohne auf die zentrale Roadmap warten zu müssen.
- Konsistent: Die spätere Übernahme in das zentrale Design System stellt sicher, dass eine einheitliche und wartbare Lösung entsteht.
- Effizient: Projekte können ohne Verzögerung voranschreiten, während das Design-System-Team entlastet wird.
Ablauf des Fastlane Prozesses:
- Konzept erstellen: Der Fachbereich entwickelt zunächst ein eigenes Konzept für die Anforderung. Dieses muss die Design-System-Richtlinien und -Designtokens einhalten, um die spätere Integration zu erleichtern.
- Implementierung im Fachbereich: Auf Basis des Konzepts entwickelt der Fachbereich die benötigte Komponente selbstständig gemäß den Design-System-Guidelines. Der Fachbereich trägt dabei die volle Verantwortung für Entwicklung und Qualität.
- Markierung im Backlog: Soll die entwickelte Lösung ins zentrale Design System überführt werden, kennzeichnet der Fachbereich den zugehörigen Backlog-Eintrag im Titel mit
[FASTLANE](z.B. "[FASTLANE] Radiobuttons in Tabellen" ). So erkennt das DS-Team, dass eine fertige Lösung zur Integration bereitsteht. Die Einplanung erfolgt je nach Kapazität und bestehender Roadmap. - Integration ins Design System: Sobald die Komponente oder das Feature im Design System offiziell verfügbar ist, muss die temporäre Fastlane-Version innerhalb von 3 Monaten nach dem Release durch die zentrale Lösung ersetzt werden. Der Fachbereich ist verantwortlich für diese Migration, um Einheitlichkeit und Wartbarkeit sicherzustellen. Dies senkt langfristig die Wartungskosten und gewährleistet die zukünftige Systemkompatibilität.
Beispiele:
- Schnelle Markteinführung: Ein Fachbereich benötigt für ein neues Feature kurzfristig eine spezielle UI-Komponente. Statt auf die zentrale Umsetzung zu warten, entwickelt der Fachbereich die Komponente selbst und integriert sie später ins Design System.
- Sehr spezifische Anforderung: Für ein einzelnes Projekt wird eine einzigartige Lösung entwickelt. Nach erfolgreicher Umsetzung wird entschieden, ob diese Komponente ins Design System übernommen wird, um sie auch anderen Projekten zugänglich zu machen.